Meine Stimme.
Alles gut und Tschüss und Hallo!
Blabla, so viel davon und einfach nur so.
Im Hass, im Flüstern, im Chor,
einsam oder gemeinsam als Eine dringt sie ins Ohr:
Meine Stimme.
Die ich habe, besitze und erhebe!
Nur: Wer wird sie hören, wenn ich sie abgebe?
Wird sie gebrochen und zum ewigen Schweigen gebracht?
Wird sie zur Stimme der Vernunft gemacht?
Meine Stimme
wird gejagt und betört - alles ist erlaubt beim globalen Stimmenfang:
Ob Schleppnetz, Rudeljagd oder Sirenengesang -
Meine Stimme, die wollen sie haben, so war es von Anfang an.
Meine Stimme. Deine Stimme. Unsere Stimmen.
Wer die meisten hat, der hat das Sagen.
Wer darf mit meiner Stimme sprechen, wer soll es wagen?
Die Antwort liegt in meiner Hand, in meiner Macht,
drum wähle ich mit Bedacht.
Es geht um nicht weniger als um Gelingen oder Versagen.
Meine Stimme hat die Wahl, vielleicht die letzte, die wir haben.
Meine Stimme hat die Wahl:
über den Weg, den wir ebnen,
wie wir uns künftig begegnen,
welche Werte wir leben,
(dürfen)
welche Welt wir unsern Kindern übergeben.
Meine Stimme. Keine Qual.
Am Horizont stehen sie längst geschrieben,
die Regeln, sie sind gesetzt.
Meine Stimme entscheidet über: Nie wieder ist jetzt.
Schauen wir hoffnungsvoll voraus oder bleiben wir in Angst zurück?
geht jeder seinen Weg oder gehen wir zusammen ein Stück
nach dem großen Stimmenfang?
- es liegt an mir, nicht am Glück.
Meine Stimme.
Sie singt, sie schreit, sie bebt.
Sie hofft und zittert im stillen Gebet.
Ja, ich geb dich ab, doch niemals fort.
Ich behalte dich bei mir, brauch ich dich doch - darauf mein Wort!
juliwelle am 16.2.2024